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Faszination Mini Electric Pacesetter - Rundenrekord

YesAuto

06 Apr. 2021

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Aufgrund der Corona-Krise kommen mit Verspätung nun auch die internationalen Rennserien aus dem Winterschlaf und bringen publikumswirksam gleich noch ihre neuen Pacecars mit. Nachdem in der Formel 1 Mercedes AMG GT und Aston Martin Vantage für Sicherheit sorgen, tritt in der Formel E ein elektrischer Mini an.

Bisher sorgte in der nur mäßig erfolgreichen Formel E ein BMW i8 für Zucht und Ordnung, wenn das Feld der Elektroboliden nach einem Unfall oder einem technischen Defekt wieder eingefangen werden musste. Da der BMW i8 mittlerweile eingestellt wurde und ein sportlicher BMW mit Elektroantrieb wie der neue iX oder der i4 noch nicht auf den Markt gekommen ist, bediente sich der Autobauer aus München bei seinem kleinen Markenableger Mini. Hier läuft der elektrische Mini Cooper SE seit rund einem Jahr überaus erfolgreich im Programm. Das Verbrenner-Serienmodell des Mini Cooper S wurde dazu mit dem elektrischen Antriebsmodul des BMW i3 versehen, das anders als bei diesem jedoch nicht die Hinterachse, sondern Mini-typisch die Vorderachse mit Antriebsenergie versorgt.



Jetzt gibt es für die Rennserie Formel E einen imageträchtigen Nachschlag, denn als Safety- und Pacecar bei den Rennen fungiert der Mini Electric Pacesetter. „Wie gut Fahrspaß und Elektromobilität zusammenpassen, haben wir mit dem Mini Electric bereits gezeigt“, sagt Bernd Körber, Leiter der Marke Mini, „der Mini Electric Pacesetter inspired by JCW geht jedoch mindestens einen Schritt weiter und kombiniert den Performance-Charakter der Marke John Cooper Works mit der Elektromobilität. Wenn man das Fahrzeug sieht, erkennt man, wo wir perspektivisch in der Elektrifizierung der Marke JCW hingehen könnten.“ Längst kein Geheimnis mehr, dass auch Mini in den kommenden Jahren zu einer reinen Elektromarke mutieren will und dabei auch vor den Sportmodell mit JCW-Schriftzug keinen Halt macht.




Das Design des Mini Pacesetters ist eine echte Schau, denn der elektrische Taktgeber der Formel E ist noch schärfer gezeichnet als der letzte Mini John Cooper Works GP, der mit seinen mächtigen Flügeln und ausgestellten Kotflügeln im vergangenen Jahr für viel Aufmerksamkeit sorgte. Im Vergleich zum Serienmodell des Mini Cooper SE wurde das Gewicht durch verschiedene Leichtbaumaßnahmen von rund 130 auf 1.230 Kilogramm reduziert. Nichts hat sich dagegen bei der Motorleistung getan, denn der Elektromotor unter der Vorderachse leistet bekannte 135 kW / 184 PS und 280 Nm maximales Drehmoment. Damit sprintet der Mini Electric Pacesetter aus dem Stand in 6,7 Sekunden auf Tempo 100. Nicht gerade viel für ein Pace- und Safetycar, dass Rennwagen vorweg fahren soll. Hier helfen dem Mini jedoch die kurvenreichen Stadtkurse der Formel E, die keine hohen Geschwindigkeiten zulassen. Immerhin kann der elektrische Brite von 80 auf 120 km/h in 4,3 Sekunden spurten.




Für die nötige Dynamik auf der Rennstrecke sorgt ein Gewindefahrwerk, das sich in Zug, Druck, Höhe und Sturz dreifach einstellen lässt. Abgerundet wird das Gesamtpaket von einer speziellen Fahrwerkslenkeranbindung nebst Spurverbreiterung von zehn Millimetern sowie Vierkolben-Bremsanlage und Felgen mit Sportreifen der Dimension 245/40R18 – die gleiche, die an der Vorderachse der Formel-E-Rennen verbaut sind. Die Premiere feiert das neue Pacecar beim nächsten Formel-E-Rennen am 10. April in Rom.


Patrick Solberg; press-inform

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06 Apr. 2021