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Die zehn beliebtesten großen und luxuriösen SUV Deutschlands

Attila Langhammer

17 Jan. 2021

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Fast 200.000 SUV die sich als groß oder gar luxuriöse bezeichnen lassen, wurden 2020 in Deutschland zugelassen. Hier findest Du die zehn Modelle, die in Deutschland am beliebtesten waren.

(Fotos: Hersteller)


1. Mercedes-Benz GLC – 41.791 Neuzulassungen

Der Mercedes-Benz GLC (ab 47.249 Euro) ist so gut wie er unauffällig ist und und schwingt sich mit deutlichem Abstand an die Spitze der Zulassungsstatistik seines Segments. Im Innenraum bietet er viel Komfort und auf Wunsch auch viel digitales. Die Motorenpalette reicht, wie bei allen Mercedes, von einfach über gutbürgerlich bis hin zu krawallig – dafür bürgen dann die drei Versalien AMG. Die Mercedes-Diesel laufen etwas rauer als die der Konkurrenz, aber wer's gediegen mag, tankt ohnehin Benzin.


2. BMW X3 / X4 – 28.490 Neuzulassungen

Obwohl der Abstand zum Spitzenplatz deutlich ist, ist der X3 ist ein echter Hit: er fährt leise, hat prima Motoren zur Auswahl und sein Fahrwerk spreizt detailliert zwischen Komfort und Sport. Natürlich kann das Fahrwerk nicht über die SUV-Artigkeit des X3 hinwegtäuschen. Gleiches gilt für den pseudosportlich karossierten X4, der sich mit dem X3 die Technik teilt. Allerdings ist die Sitzposition im Fond des X4 bescheiden, weil die Bank dicht über Fahrzeugboden kauert um unter dem Flachdach überhaupt noch etwas Platz zu kreieren.


3. Skoda Kodiaq – 22.505 Neuzulassungen

Auch bei den Riesen-SUV holt der Skoda Kodiaq (ab 29.750 Euro) konkurrenzlos den Raumwundertitel. Nerven Dich Deine Kinder, weil sie bei schlechtem Wetter zuviel Energie aufgestaut haben? Schick sie zum Hallenfußball-spielen in den Kodiaq und genieße drinnen Deine Ruhe. Und solltest Du den Kodiaq mal nicht als Self- (und Kids-)Storage-Lösung nutzen wollen, sondern ganz klassisch zum Fahren, erlebst Du keine Enttäuschungen. Feine Fahreigenschaften werden mit durchaus möglichen, guten Verbrauchswerten kombiniert. Und auch die Ausstattung lässt kaum Grund zum Kritteln. Unter uns: Wenn es ein Auto aus der Raumgreifer-Kategorie sein soll, dann doch wenigstens eins, dass möglichst viel Nutzwert auf die Fläche bringt – und damit glänzt dieser Skoda.


4. Audi Q5 – 20.395 Neuzulassungen

Die SUV in dieser Kategorie könnten dank ihrer Bodenfreiheit und hoher Allradquote sicherlich auch ordentlich rummoddern. Tatsächlich sind sie aber doch eher Schmeichler, die Dir ein möglichst flauschiges Gefühl vermitteln sollen. Und das gelingt dem Audi Q5 (ab 45.800 Euro) auf hervorragende Art und Weise: überragende Aeroakustik (sprich: kaum Windgeräusche), feinste Ausstattungsoptionen sowie sein extrem sanftes Fahrwerk machen ihn zu einem tollen Auto. Aber bei soviel Lob ist der Tadel nicht weit: Das Raumangebot liegt allerhöchstens auf dem Niveau eines Kompaktklasse-Fahrzeugs.


5. Mercedes-Benz GLE – 16.022 Neuzulassungen

Im Prinzip kann beim Mercedes-Benz GLE (ab 70.127 Euro) das Gleiche wie beim GLC stehen, Du musst es Dir lediglich eine Nummer größer vorstellen. Und wie beim GLC gibt es auch vom GLE einen Ableger mit stark gewölbter Dachlinie, der bei aller Kolossalität Sportlichkeit vermitteln soll; schon putzig, was sich manche Marketingverantwortlichen so ausdenken. Gebaut werden beide GLE-Varianten nebst GLS und US-C-Klasse übrigens in Tuscaloosa, Alabama, USA.


6. BMW X5 / X6 – 15.959 Neuzulassungen

Im Prinzip kann beim X5 (ab 66.700 Euro) das Gleiche wie bei dem Pärchen X3/X4 stehen, Du musst Dir lediglich alles eine Nummer größer vorstellen. Und ebenso gibt es ein X mit der geraden Folgenummer 6, welches irgendwie sportlich wirken soll. Neben dem gleichen Texteinstieg und beinahe identischen Absatzzahlen hat der dicke BMW auch noch etwas anderes mit dem GLE von Mercedes gemein, auch er wird in den USA gefertigt, allerdings in Spartanburg, South Carolina.


7. Volvo XC60 – 14.563 Neuzulassungen

Der Volvo XC60 (ab 46.550 Euro) gehört zur Größenordnung GLC, Q5 oder X3. Und Volvo gelingt es tatsächlich, dafür steht der XC60 hier jetzt nur exemplarisch, das Konventionelle aufzubrechen und dabei trotzdem sachlich und verständlich zu bleiben: Anders um der Andersartigkeit Willen, aber trotzdem sinnvoll. Details? Die Schweden haben für ihr Infotainment eine ganz eigene Menüführung, dazu ein Hochkant-Display – und trotzdem ist alles recht schnell erfasst. Die Schweden bauen (aus Kostengründen) ausschließlich Vierzylindermotoren ein, verzichten auf prestigeträchtigere Sechs- oder Achtzylinder. Die Schweden begrenzen die Höchstgeschwindigkeit ihrer Fahrzeuge freiwillig auf 180 km/h.


8. Audi Q7 / Q8 – 11.743 Neuzulassungen

Der Audi Q7 (ab 67.500 Euro) ist das Full-Size-SUV aus Ingolstadt und natürlich gibt's auch von ihm einen Rundrückenableger, der trägt das Kürzel Q8. Er war der erste Audi mit einem 48-Volt-Teilbordnetz, welches unter anderem dazu beitragen soll, das Turboloch der aufgeladenen Motoren mit einem elektrisch angedrehten Verdichterrad zu überbrücken. Klingt in der Theorie toll, funktioniert in der Realität aber trotzdem nicht so beeindruckend. Der komplexe Baukasten des Q7 wird im VW-Konzern zudem noch edel upgecycelt und dreht, zum Teil anders motorisiert, als Bentley Bentayga seine Runden.


9. Seat Tarraco – 8323 Neuzulassungen

Der Seat Tarraco (ab 31.390 Euro) ist im Portfolio der Spanier eine interessante Ergänzung. Während bei den konventionellen PKW der Seat Leon in der Kombivariante das größte Fahrzeug vorstellt, gelingt mit dem deutlich üppigeren SUV Tarraco der Aufstieg ins Premium-light-Segment. Dazu bietet er agile Fahreigenschaften und ein prima Raumangebot. Ähnlich wie der eng verwandte Skoda Kodiaq ist er einer der Kandidaten, die aus der Idee vom Sports Utility Vehicle – SUV – das meiste rausholt.


10. Volkswagen Touareg – 7006 Neuzulassungen

Der VW Touareg (ab 61.460 Euro) ist ein weiterer technischer Zwilling des Audi Q7, auf dieser Ebene des Konzerns heißt die Gleichteilekiste allerdings Modularer Längsbaukasten (MLB), weil die Motoren in Längsrichtung verbaut sind. So wird der Einsatz von Motoren mit mehr als fünf Zylindern möglich, gewisse Attribute gehören eben (noch) zur Oberklasse. So gab es zumindest im vergangenen Jahr neben Sechzylinderbenzinern und -dieseln auch einen mächtigen V8-TDI mit 900 Newtonmetern. Leistungsstärkster Touareg ist aber der hybride R mit 462 PS Systemleistung.

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Attila Langhammer

17 Jan. 2021