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Studie: Verbraucher beim Thema Wallbox im Dunkeln

Elektroautos holen in der Absatzstatistik auf. Doch bei Heimladestationen stehen die Verbraucher auf der Bremse, weil sie sich nicht auskennen. Das ermittelte eine Studie der Marketingberatung Simon-Kucher & Partners.

Die Regierung belohnt E-Autofahrer mit 900 Euro, wenn sie eine Heimladestationen installieren. Doch die Verbraucher tappen hier noch im Dunkeln, ergab eine Umfrage der Strategie- und Marketingberatung Simon-Kucher & Partners unter 900 Teilnehmern, die ein E-Auto fahren oder bald eines fahren wollen.


Dabei liegen die Vorteile einer Wallbox in der Garage auf der Hand: Unabhängigkeit und günstigeres Laden. Dabei gilt es einige Voraussetzungen zu kennen: Die heimische Station muss über eine Grundladeleistung von 11 kW verfügen und mit anderen Elementen des Stromnetzes vernetzt werden können, zum Beispiel zur Steuerung der Ladeleistung und -zeit und die Stromversorgung aus ökologischen Quellen beziehen.


Die Befragten setzten ihre Priorität allerdings stark auf das Kriterium Leistungsabgabe. „Diese Einschätzung ist nicht überraschend, da sich Konsumenten bei Unsicherheit an messbaren Größen wie eben der Ladeleistung oder dem Preis orientieren“, sagt Andreas Hudelmaier, Automobilexperte bei Simon-Kucher & Partners.


Ein weiteres wichtiges Kriterium für Kunden sind entsprechende Konnektivitätsangebote der Autohersteller wie Fernsteuerung oder eine Schnittstelle zum smarten Energiemanagement im Haushalt. Dafür seien sie bereit zu zahlen. „Angesichts der aktuellen Preisunterschiede zwischen Ladestationen mit und ohne Konnektivitätsfunktionen von 450 bis 1.500 Euro wird die neue Subvention von 900 Euro die Verbraucher vermehrt zu vernetzten Heimladestationen treiben“, prognostiziert Hudelmaier.


Ein Manko sei jedoch die noch mangelhafte Kenntnis des Anbietermarktes: „Mehr als die Hälfte der deutschen Befragten war nicht in der Lage, eine einzige Marke für Heimladestationen zu nennen. Nur zehn Prozent konnten mehr als eine Marke nennen.“ Vertrauen haben die Verbraucher laut Hudelmaier haben nur in jene Marken, von denen sie Produkte wie etwa Autos oder Haushaltsgeräte kennen.


(Foto: Webasto)