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Großer Mutmacher für die Kleinsten: Hyundai bringt Mini-Elektromobil ins Krankenhaus

Lukas Schmidt

23 Dez. 2020

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Das Hyundai Mini-EV soll Kindern den Weg zum Behandlungszimmer versüßen und via Emotions-Erkennung ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Die Technologie könnte auch in großen Fahrzeugen die Ambient-Steuerung übernehmen.

Mit dem Mini-EV bringt Hyundai das Design des 2019 auf der IAA vorgestellten Konzeptfahrzeugs 『45』in ein rein elektrisches Fahrzeug für Kleinkinder. Im Rahmen des „Little Big e-Motion“-Projekts soll es den Transport junger Patienten vom Bett ins Behandlungszimmer im Kinderkrankenhaus SJD in Barcelona so angenehm wie möglich gestalten.


Die „emotion adaptive vehicle control” des Mini-EV soll in künftigen Hyundai-Modellen zum Einsatz kommen (Alle Bilder: Hyundai)


Im Mini-Fahrzeug, das dem katalanischen Krankenhaus im Rahmen einer Spende überreicht wurde, setzt Hyundai erstmals die Emotion Adaptive Vehicle Control (EAVC)-Technologie ein. Sie überwacht die Herz- und Atemfrequenz der im Fahrzeug befindlichen Person und analysiert deren Gesichtsausdrücke. Gleichzeitig erfolgt die Messung unterschiedlicher Fahrzeugdaten wie der Geschwindigkeit, der Beschleunigung, Umgebungsgeräusche und Vibrationen. Diese gesammelten Daten werden mit Hilfe von maschinellem Lernen dazu genutzt, die Fahrzeugumgebung und die Fahrzeugfunktionen wie Beleuchtung, Klimatisierung, Musik und den eingebauten Duftspender zu steuern.



Beim Gesichtserkennungssystem kommt eine Kamera zum Einsatz, um die Emotionen des Kindes in Echtzeit zu erkennen. Der Atemtrainingsgürtel wird um den Körper gelegt. Dabei üben seine Lufttaschen einen sanften Druck aus, der zu einer gleichmäßigeren Atmung verhelfen soll. Der Beschleunigungssensor und der Herzfrequenzmesser überwachen die Herz- und Atemfrequenz.



Über die adaptive Licht-Technologie wird in den Farben grün, gelb oder rot der emotionale Zustand des Kindes angezeigt. Der Geruchsspender versprüht Duftstoffe, die an die Atemfrequenz gekoppelt sind. Verbessert sich der Gemütszustand des Patienten, erzeugt das Mini-Elektroauto automatisch Seifenblasen. Das erleichtert die Arbeit des medizinischen Krankenhauspersonals, da dieses auch ohne persönliche Interaktion den emotionalen Zustand der jungen Patienten erkennen kann.



Projektleiter Jinmo Lee: Wir wollen mit unseren Technologien dazu beitragen, das Leben der Menschen in verschiedenen Bereichen zu verbessern. Wir hoffen, dass die EAVC-Technologie und das Mini-Elektroauto den jungen Patienten ein Lächeln ins Gesicht zaubert und ein unterhaltsames Mobilitätserlebnis bietet, um sie auf dem Weg zur Genesung zu unterstützen.



Hyundai beabsichtigt, die EAVC-Technologie weiterzuentwickeln und in zukünftigen Mobilitätslösungen einzusetzen, um die Sicherheit und das Wohlbefinden der Kunden zu verbessern. So könnte zum Beispiel die Ambient-Steuerung durch die Software übernommen werden und das Fahrzeug den Fahrer in bestimmten Situationen bewusst entspannen oder unter Stress setzen um die Aufmerksamkeit zu erhöhen.


Lukas Schmidt

23 Dez. 2020