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Formel 1: Schumi-Debüt und Hamilton-Comeback

Frederik Hackbarth

12 Dez. 2020

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Die Formel 1 bestreitet in Abu Dhabi ihr Saisonfinale: einen weiteren Einsatz von Sensationsmann George Russell wird es allerdings nicht geben. Lewis Hamilton hat grünes Licht für die Teilnahme am Abschlussrennen erhalten. Der Weltmeister, der in Bahrain wegen seiner Corona-Erkrankung ausgefallen war, testete am Donnerstag negativ auf das Virus und konnte am Trainingsfreitag wieder mitwirken.

(Fotos: Ferrari, Haas, Mercedes)

Lewis Hamilton


Nachdem die erste Bestzeit auf Yas Island noch an Red-Bull-Pilot Max Verstappen ging, ließ Branchenprimus Mercedes in der Nightsession unter Flutlicht die Muskeln spielen: Valtteri Bottas fuhr die schnellste Runde, zwei Zehntel vor Rückkehrer Hamilton und sieben Zehntel vor Verstappen. Bottas steht beim finalen Grand Prix des Jahres extrem unter Druck, nachdem er zuletzt in Bahrain von Russell zeitweise vorgeführt worden war. Mit einem Sieg am Wochenende könnte der Finne immerhin ein paar Argumente für eine Weiterbeschäftigung 2021 liefern.


Während Russell für Abu Dhabi zu Stammteam Williams zurückgekehrt ist, ersetzt bei Haas erneut Pietro Fittipaldi den immer noch verletzten Romain Grosjean. Der Franzose soll sich, wenn endgültig von seinem Feuerunfall genesen, bei einem privaten Test von der Formel 1 verabschieden dürfen.


Der nächstjährige Grosjean-Nachfolger Mick Schumacher kommt zwar am Wochenende noch nicht zum Renneinsatz, im ersten Training am Freitag durfte der frischgebackene Formel-2-Meister aber seine ersten offiziellen Runden im Rahmen eines Grand Prix für sein neues Team feiern. "Heute ging es nur darum, das Auto heil zurückzubringen. Ans Limit zu gehen, hätte keinen Sinn gemacht. Aber es ist schön zu wissen, dass ich auch nächstes Jahr hier sein werde", sagte Schumacher nach 23 Runden und Rang 18.

Mick Schuhmacher


Für sein Team Haas kommen die sportlichen Schlagzeilen gerade recht: unter der Woche hatte es negative Meldungen über Schumachers nächstjährigen Teamkollegen Nikita Mazepin gegeben. Der russische Oligarchensohn sorgte mit einem Video in den Sozialen Medien für Aufsehen, auf dem er eine Frau unsittlich berührt. Obwohl Mazepin beteuerte, es habe sich dabei um einen Scherz gehandelt, verurteilte sein Haas-Team das Verhalten als "abscheulich" und kündigte an, man werde sich intern streng mit dem Fall auseinandersetzen.

Mick Schuhmacher


Die meisten Augen sind beim Finale indes auf Ferrari gerichtet: dort bestreitet Sebastian Vettel seinen letzten Grand Prix für das Team aus Maranello, für das er seit 2015 im Einsatz war. Bei Ferrari geht der Deutsche nicht unbedingt im Guten, nachdem sein Vertrag schon vor Saisonbeginn nicht verlängert worden war. Nächste Saison wagt Vettel mit Aston Martin erneut den Angriff auf die Spitze, Ferrari droht unterdessen im Mittelfeld zu versinken. Passend dazu: am Freitag gab auch noch Ferrari-CEO Louis Camilleri seinen sofortigen Rücktritt bekannt. Der Scuderia stehen turbulente Wochen ins Haus – auch ohne Vettel.

Sebastian Vettel

Frederik Hackbarth

12 Dez. 2020