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Motorsport: BMW trennt sich von RBM und Schnitzer

Mathias Keiber

05 Dez. 2020

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Nach Formel-E-Ausstieg: BMW beendet Zusammenarbeit mit Werksteams RBM und Schnitzer. Team RMG darf künftig für die Münchner entwickeln.

(Fotos: BMW)


Nach Formel-E-Ausstieg: BMW beendet Zusammenarbeit mit Werksteams RBM und Schnitzer. Team RMG darf künftig für die Münchner entwickeln.


Es sind Schockwellen, die die deutschen Autohersteller in Richtung Motorsport schicken: Die Marke Volkswagen beendet ihr Engagement im Motorsport komplett, Audi steigt aus der Formel E aus (und in die Rallye Dakar ein), BMW steigt ebenfalls aus der Formel E aus und beendet obendrein die lange Zusammenarbeit mit den traditionsreichen Teams RBM und Schnitzer.


Das Team RMG, das bisher eines der Werksteams in der DTM war und dort mit Marco Wittmann zweimal den Fahrertitel gewinnen konnte, leistet künftig Entwicklungsarbeit für den neuen BMW M4 GT3. Die Zusammenarbeit mit dem BMW Team RBM läuft hingegen aus, da in der nun Kundensport-basierten DTM künftig kein klassisches Werksengagement mehr vorgesehen ist.

Team RBM trägt Trauer.


Mit dem RBM-Team des Belgiers Bart Mampaey lief die Zusammenarbeit 25 Jahre lang: 1995 gegründet, wurde die Mannschaft 2006 nach dem Gewinn des Tourenwagen-Europa- und Weltmeistertitels offizielles Werksteam von BMW. Danach folgten zwei weitere Tourenwagen-Weltmeistertitel. Seit dem Comeback-Jahr 2012 war RBM eines der BMW-Werksteams in der DTM und feierte dabei neun Rennsiege.


Mampaeys offiziellem Statement lässt sich eine gewisse Enttäuschung durchaus anmerken: „Es ist sehr schade“, sagte der Belgier. Man respektiere die Entscheidung jedoch. RBM werde seine Rennsportaktivitäten nun vorerst reduzieren. Das Kapitel Motorsport sei jedoch noch nicht beendet. „Wir möchten im Rennsport weitermachen und sehen, welche Optionen sich uns bieten. Ich denke aber auch, dass wir die Werte und Fähigkeiten von RBM auch in andere Branchen als im Motorsport einbringen können“, so Mampaey.


Auch die Zusammenarbeit mit Team Schnitzer wird von BMW nicht fortgeführt. Seit den 1960er Jahren war Schnitzer Motorsport immer auf Rennwagen von BMW unterwegs. Zuletzt gab es beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring einen dritten Platz. Teamchef Herbert Schnitzer jun. äußerte Bedauern bezüglich der Entscheidung von BMW. Aber: „Wir sind stolz darauf, dass wir Schnitzers über so viele Jahrzehnte gemeinsam mit BMW den internationalen Motorsport geprägt haben und blicken gerne auf all die großen Erfolge zurück, die wir zusammen in den verschiedensten Kategorien gefeiert haben.“


Zu Beginn der Woche hatte BMW bereits bekannt gegeben, nach sieben Jahren sein Engagement in der ABB FIA Formula E World Championship zum Ende der kommenden Saison zu beenden. Auch Audi ist aus dem Wettbewerb ausgestiegen.


Mathias Keiber

05 Dez. 2020