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Volkswagen ID.4 – ein Lichtspieltheater auf Rädern

Mathias Keiber

22 Sept. 2020

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Es ist das zweite von Grund auf als Elektroauto konzipierte Modell von Volkswagen, feiert morgen Weltpremiere und wird ab Samstag bei der Automesse in Peking präsentiert. Die Rede ist vom ID.4. Wie beim ID.3 linst von der Front kein böser Blick, stattdessen strahlen die Scheinwerfer ein sympathisches Lächeln aus. Überhaupt spielt Licht eine ziemlich zentrale Rolle beim ID.4.

Es ist das zweite von Grund auf als Elektroauto konzipierte Modell von Volkswagen, feiert morgen Weltpremiere und wird ab Samstag bei der Automesse in Peking präsentiert. Die Rede ist vom ID.4. Wie beim ID.3 linst von der Front kein böser Blick, stattdessen strahlen die Scheinwerfer ein sympathisches Lächeln aus. Überhaupt spielt Licht eine ziemlich zentrale Rolle beim ID.4.


(Fotos: Volkswagen)


„Licht ist das neue Chrom“, erklärt Klaus Zyciora, Chefdesigner des VW-Konzerns. „Gerade bei einem Elektroauto spielt das Licht eine besonders große Rolle. Es steht für Energie und Elektrizität, aber auch für Wärme und Sicherheit. Licht ist ein perfektes Sinnbild für die Mobilität der Zukunft.“


Nach dieser Philosophie hat Zyciora das Lichtdesign des ID.4 geschaffen. Dazu gehören die glubschigen Frontscheinwerfer, bei denen bereits serienmäßig größtenteils LED-Technologie zum Einsatz kommt, sowie die vollständig mit Leuchtdioden bestückten Hecklichter, die eine rote Lichtleiste miteinander verbindet.


Auch aus den Außenspiegeln strömt in bestimmten Momenten Licht: Hinter dem Glas sind Projektionsleuchten versteckt, die beim Öffnen der Türen ein Rautenmuster auf den Boden projizieren – das typische Designmotiv der ID.-Modelle. Nähert man sich dem Auto mit dem Schlüssel, grüßen die Projektionsleuchten mit einem Augenaufschlag von unten nach oben. Wer das optionale Zugangssystem „Keyless Advanced“ hinzubucht, darf sich sogar noch über einen seitlichen Schwenk freuen.



Eher funktionellen Charakter hat das ebenfalls optionale „IQ.Light“. Dabei handelt es sich um LED-Matrix-Scheinwerfer, deren Lichtmodule sich aus jeweils elf Einzel-LEDs zusammensetzen. Sie lassen sich separat abschalten und dimmen und ermöglichen so auch das intelligente Dauerfernlicht. Dabei wird die Straße stets so hell wie möglich ausgeleuchtet, ohne andere Verkehrsteilnehmer zu blenden.


Die Module erinnern laut VW stark an menschliche Augen – und in der Tat, das tun sie mit ein klein wenig Fantasie auch. Beleuchtete Ringe, unten abgeflacht, sind die Kennzeichen des IQ.Lights. Wabenförmige Öffnungen in den Gehäusen der Module und umlaufende Lichtleiter strahlen das Tagfahrlicht ab. Ist das Fahrlicht eingeschaltet, läuft ein Lichtband über die Front und verbindet die Scheinwerfer miteinander.


Erstmals in einem VW-Modell kommen 3D-LED-Rückleuchten zum Einsatz, wobei neun Flächenlichtleiter einen satten Rot-Ton abstrahlen. Das Bremslicht leuchtet dabei in Gestalt eines „X". Als besonderes Schmankerl laufen zur Begrüßung und Verabschiedung des Fahrers in den Leuchten auch noch Animationen ab.


Alles unnötig?


Zyciora sieht das anders: „Das Licht beim ID.4 ist kein Selbstzweck. Es erfüllt wichtige Funktionen auf intelligente Weise und bildet ein integrales Element des Außendesigns.“


Die Weltpremiere des intelligenten Wagens, dem nicht nur ein Licht aufgeht, findet am morgigen Mittwoch statt. Erste Exemplare sollen noch in diesem Jahr ausgeliefert werden.

Mathias Keiber

22 Sept. 2020