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Auch Kia setzt voll auf Elektro: Sieben reine Stromer bis 2027

Lukas Schmidt

21 Sept. 2020

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Kia-Chef Ho-sung Song gibt neue Details zu künftigen Produktplänen bekannt: geplant sind sieben rein batteriebetriebene Modelle bis 2027. Der Elektroanteil am Gesamtansatz soll bis 2029 auf 25 Prozent steigen.

Ho-sung Song, CEO und Präsident der Kia Motors Corporation, hat neue Einzelheiten zur globalen Elektrofahrzeug-Strategie der Marke bekanntgegeben. Bei einer Präsentation im Kia-Werk Hwasung, Korea, stellte er zudem und eine erste Skizze einer Palette künftiger Fahrzeuge mit batterieelektrischem Antrieb vor.



Kia-Chef Song bei der Strategiepräsentation in Korea. Im Hintergrund: eine Skizze der sieben Batterie-Elektrischen Fahrzeuge, die bis 2027 auf den Markt kommen sollen


„Seit dem Start unseres ersten serienmäßig produzierten Elektroautos, des Kia Ray EV, im Jahr 2011 hat Kia weltweit mehr als 100.000 batteriebetriebene Fahrzeuge verkauft“, sagte Song. „Seither haben wir eine Reihe neuer BEVs in internationalen Märkten eingeführt und Pläne vorgestellt, wie wir diesen Prozess in den kommenden Jahren beschleunigen werden. Durch die Fokussierung unseres Geschäfts auf die Elektrifizierung streben wir an, den BEV-Anteil unseres weltweiten Gesamtabsatzes bis 2029 auf 25 Prozent zu steigern.“


Die Anfang dieses Jahres bekanntgegebene Kia-Strategie „Plan S“ sieht vor, dass die Marke ihre BEV-Palette bis 2025 auf elf Modelle ausbaut. Bis dahin sollen in Korea, Nordamerika und Europa 20 Prozent des Gesamtabsatzes der Marke auf batteriebetriebene Fahrzeuge entfallen. Die sieben BEV-Modelle, die die jetzt veröffentlichte Skizze zeigt, werden bis 2027 eingeführt. Den Anfang macht ein Modell mit dem Codenamen „CV“. Es startet 2021 und ist das erste ausschließlich für einen batterieelektrischen Antrieb entwickelte Fahrzeug der Marke.


Auch langfristig will Kia seinen Fokus auf batteriebetriebene Fahrzeuge und maßgeschneiderte Mobilitätslösungen richten und sich eine globale Führungsrolle in der Elektromobilität sichern. Dazu wurde eine eigene Designphilosophie kreiert, die durch Fortschritt, Vielfalt und eine Fülle kontrastierender Elemente geprägt sein soll. Der Hersteller denkt außerdem über neue Vertriebswege für seine Fahrzeuge und Geschäftsmodelle mit gebrauchten Akkus nach. In Europa beteiligt sich Kia am Schnelllade-Netzwerk Ionity und will das eigene Ladenetz bei den Händlern auf 2.400 Stationen in Europa ausbauen.


Während Konzernschwester Hyundai auch mit dem Wasserstoffantrieb kokettiert, setzt Kia voll auf die elektrische Mobilität. Bisher hatte der Hersteller den kastigen Soul als EV im Angebot, künftig soll schon in der Produktplanungsphase den verschiedenen Kundenbedürfnissen Rechnung getragen werden. Auf der gemeinsam genutzten „Electric-Global Modular Platform“ sollen Modelle für den städtischen Raum, die Langstrecke und leistungsorientiertes Fahren entstehen. Damit erfindet Kia das Auto nicht wirklich neu, springt aber gerade rechtzeitig auf den elektrischen Zug auf, um mit neuen Modellen seinen Stück vom Kuchen abzuschneiden.

Lukas Schmidt

21 Sept. 2020